Ulrike Thomas
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Romane

Der Schöne und das Biest

Im mittleren Lebensalter wird Peter von der bitteren Erkenntnis überrascht, dass er nutzlos geworden ist. Die Tochter beim Studium in Bayern, die Eltern auf einer Kreuzfahrt in der Welt, der beste Freund viel beschäftigt in einer anderen Stadt und die Gattin Monika bei einem Jüngeren, sitzt er einsam und verlassen in dem großen Haus und fragt sich, wie lange es wohl dauerte, bis er verhungert wäre.
Mit dem Stilmittel des Geschlechtertauschs entlarvt die Autorin schonungslos klischeehafte Sprach- und Verhaltensmuster, wie wir sie alle kennen. Anhand des Lebenslaufs von Peter gelingt es ihr, die Herausforderungen und Zumutungen eines unspektakulären Frauenlebens wahrnehmbar zu machen.  
Flott erzählt, entwickelt sich die Geschichte zu einem modernen Märchen für Erwachsene.

2013, ISBN 978-3-7322-5497-2

Der fehlende Mann

Just in der Vorweihnachtszeit versucht Psychotherapeu­tin Mo­nika Klein das mysteriöse Verschwinden Jacob Rinnsteins auf­zuklären, ein älterer Mann, der sich als Kunst­sammler und spendabler Gönner in Mannheim einen Namen gemacht hat. Die Stadt, die ihrerseits alles daran setzt, sich einen Ruf als Kultur­hauptstadt aufzu­bauen, beeilt sich seinen Forderungen nach Neubau einer Ausstellungs­halle für die wertvollen Expo­nate nachzu­kommen. Während Luise Rinnstein, die Frau des Ver­schwundenen, sich immer mehr in Widersprüche verstrickt, gerät die lang­jährige Beziehung der Psychotherapeutin aus den Fugen, nach­dem Lebens­gefährte Albert sich einer Kundin nicht nur geschäftlich widmet. Das Fehlen der Männer spitzt sich zu.
Die Erzählung rankt sich um Beziehungen zwischen Männern und Frauen, Geschlechterrollen, das Allein­sein als Single oder zu zweit und die unter­schiedlichen Versuche damit zurecht zu kommen.
Im Mittelpunkt der Ge­schichte stehen zwei Frauen aus zwei Generationen, die über 80jährige Luise Rinnstein und die über 50jährige The­rapeutin Monika Klein. Fast bei­läufig wird ein kritisch-ironischer Blick auf die Kommunal­politik geworfen und das in der medialen Darstellung oft schräge Bild der psychothera­peutischen Arbeit zurechtgerückt.

2016, ISBN 978-3-7339-232621


Die drei von der Risikogruppe

Im Mittelpunkt der Erzählung stehen drei Frauen im Alter zwischen 71 und 78 Jahren und deren Freund­schaft, die vor dem Hintergrund der Pandemie an Tiefe ge­winnt. Dabei ver­bindet die Autorin geschickt Fiktion und Rea­lität.
So unbekannt und unberechenbar wie das Virus erscheint Brigitte ihr überraschend aufgetauchter Sohn, den sie vor 59 Jahren geboren und danach nie wieder gesehen hat. Billy spürt nach dem Tod ihres Mannes die lebenslang uner­füllte Reiselust fast schmerzhaft. Wird sie Mittel und Wege finden, trotz Corona dem Alltag zu entfliehen? Den verordneten Stillstand empfindet die kulturaffine Leo als Diebstahl ihrer Lebenszeit, von der ihr vielleicht nur noch wenig bleibt.
War es schon vor der Pandemie für die drei alleinlebenden Frauen nicht leicht, der lauernden Einsamkeit zu entkommen, so wird es unter den besonderen Umständen der Pandemie zu einer echten Herausforderung.

2021, ISBN 978-3-753427201


Die drei von der Risikogruppe leben noch

Tatsächlich ist die befriedigende Gestaltung des Alltags nicht leichter geworden. Denn wei­ter­hin werden die Freundinnen an der Verwirklichung ihrer Lebenspläne gehin­dert. Und wie gelingt es nun in Zeiten von Ansteckungs­gefahr und Kontaktbe­schrän­kungen der Ver­ein­samung zu entgehen? Die Drei leben es vor. Mit Witz, Mut und einer dicken Portion Gelassenheit trotzen sie der Pandemie und bringen Abwechslung und Lebensfreude in ihren Alltag.
Während die impulsive Leo allmählich die Contenance verliert, befreit sich die zurück­haltende Brigitte von ihren Ängsten und erweitert mutig ihren Erfah­rungs­horizont. Auch Billy über­windet ihre Bedenken und stürzt sich in ein amouröses Aben­teuer.

2022, ISBN 978-3-755-724155
 



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